Deutsches Institut für Normung e. V.

Direktlink:
Inhalt; Accesskey: 2 |  Hauptnavigation; Accesskey: 3 |  Servicenavigation; Accesskey: 4

Augenheilkunde

Anforderungen an die bildgebende optische Kohärenztomographie in der Augenheilkunde

Bis vor kurzem war es nicht möglich, medizinisch relevante tiefenaufgelöste Struktur­infor­ma­tionen des Augeninneren und insbesondere der Netzhaut zu erheben. Mit Hilfe der optischen Kohärenztomographie (OCT) steht der Augenheilkunde nun ein innovatives nicht-invasives Verfahren zur Verfügung, das innerhalb von Sekunden hoch aufgelöste drei­dimensionale Echtzeit-Aufnahmen der Netzhaut, Hornhaut und Augenvorderkammer liefert, und dem vor dem Hintergrund der alternden Bevölkerung einen hoher Stellenwert in der Glaukom‑ und Makula­diagnostik zukommt. Es gibt derzeit keine eindeutigen Anforderungen an das neu­artige Diagnostikverfahren bzw. die OCT‑Geräte, so dass keine Vergleichbarkeit der Geräte und vor allem der erhobenen medizinisch relevanten Befunde gegeben ist. Diese Frage­stellung soll im Rahmen des Projekts bearbeitet werden, mit dem übergeordneten Ziel der Schaffung verlässlicher (genormter) Rahmen­bedingungen für die breite Einführung und erfolg­reiche Anwendung der OCT-Geräte in der Augenheilkunde.

Ziele
Ziel dieses beantragten Projektes ist die Schaffung von einheitlichen Anforderungen an OCT-Geräte für die Sicherheit, Bedienung und Auswertung der Aufnahmen. Durch die Fest­legung dieser Anforderungen könnten medizinische Befunde unabhängig vom verwendeten Gerät bewertet und miteinander verglichen werden. Die Gefahr von Fehlinterpretationen (in der Folge: Fehldiagnosen) sowie der Arbeitsaufwand während der Bewertung sinken und die Produkte unterschiedlicher Hersteller werden vergleichbarer. Übergeordnetes Ziel ist die Schaffung verlässlicher (genormter) Rahmen­bedingungen für die breite Einführung und erfolg­reiche Anwendung der OCT-Geräte in der Augenheilkunde.
Da die Anwendung von OCT-Geräten auch international zu erwarten ist, wird die Erarbeitung des Antrags für ein internationales Normvorhaben favorisiert.


Projektlaufzeit:

 Januar bis Dezember 2010