Augenheilkunde
Anforderungen an die bildgebende optische Kohärenztomographie in der Augenheilkunde
Bis vor kurzem war es nicht möglich, medizinisch relevante tiefenaufgelöste Strukturinformationen des Augeninneren und insbesondere der Netzhaut zu erheben. Mit Hilfe der optischen Kohärenztomographie (OCT) steht der Augenheilkunde nun ein innovatives nicht-invasives Verfahren zur Verfügung, das innerhalb von Sekunden hoch aufgelöste dreidimensionale Echtzeit-Aufnahmen der Netzhaut, Hornhaut und Augenvorderkammer liefert, und dem vor dem Hintergrund der alternden Bevölkerung einen hoher Stellenwert in der Glaukom‑ und Makuladiagnostik zukommt. Es gibt derzeit keine eindeutigen Anforderungen an das neuartige Diagnostikverfahren bzw. die OCT‑Geräte, so dass keine Vergleichbarkeit der Geräte und vor allem der erhobenen medizinisch relevanten Befunde gegeben ist. Diese Fragestellung soll im Rahmen des Projekts bearbeitet werden, mit dem übergeordneten Ziel der Schaffung verlässlicher (genormter) Rahmenbedingungen für die breite Einführung und erfolgreiche Anwendung der OCT-Geräte in der Augenheilkunde.
Ziele
Ziel dieses beantragten Projektes ist die Schaffung von einheitlichen Anforderungen an OCT-Geräte für die Sicherheit, Bedienung und Auswertung der Aufnahmen. Durch die Festlegung dieser Anforderungen könnten medizinische Befunde unabhängig vom verwendeten Gerät bewertet und miteinander verglichen werden. Die Gefahr von Fehlinterpretationen (in der Folge: Fehldiagnosen) sowie der Arbeitsaufwand während der Bewertung sinken und die Produkte unterschiedlicher Hersteller werden vergleichbarer. Übergeordnetes Ziel ist die Schaffung verlässlicher (genormter) Rahmenbedingungen für die breite Einführung und erfolgreiche Anwendung der OCT-Geräte in der Augenheilkunde.
Da die Anwendung von OCT-Geräten auch international zu erwarten ist, wird die Erarbeitung des Antrags für ein internationales Normvorhaben favorisiert.
Projektlaufzeit:
Januar bis Dezember 2010

