Deutsches Institut für Normung e. V.

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Beleuchtung in Flugzeugkabinen

Spektrale Güte von Beleuchtung in Flugzeugkabinen

Der Einsatz von Leuchtdioden (LED)-Technologie für die Beleuchtung in Flugzeugkabinen nimmt aufgrund ihrer Energieeffizienz (Gewichtsreduktion) und langen Lebensdauer (geringere Wartungskosten) stetig zu. Zukünftige Kabinen werden fast ausschließlich LED-Beleuchtung nutzen. Kurz- bis mittelfristig wird die zukunftsweisende LED-Technologie auch vermehrt Einzug in die Innenraumbeleuchtung halten. Leider sind die Einflüsse der typischen Lichteigenschaften der LEDs auf die Wahrnehmung des Menschen nur ungenügend oder gar nicht untersucht und/oder empirisch oder analytisch belegt.
Die spektrale Verteilung von LED-Lichtquellen ist schmalbandig im Vergleich zu herkömmlichen Temperaturstrahlern (i.e. Glühbirnen, Halogenlampen), insbesondere ist hierbei weißes Licht resultierend aus Rot-Grün-Blau-LEDs (RGB-LEDs) zu nennen. Das direkt abgestrahlte Licht erzeugt beim Menschen zwar die gleiche Farbwahrnehmung, transmittierende oder reflektierende Objekte können aber eine deutliche Farbverschiebung erzeugen. Gemeint ist zum Beispiel: Beleuchtet man einen grünen Apfel mit weißem Licht einer Glühbirne, wirkt der Apfel grün für den Beobachter. Nimmt man den gleichen Apfel und beleuchtet ihn mit dem gleichen, bezogen auf den Farbort, weißen Licht wie die Glühbirne und nehmen wir weiter an, dass der Grünanteil des RGB-LED deutlich reduziert ist, so nimmt der Beobachter einen braunen Apfel wahr. Dieser Effekt ist bereits farbmetrisch normiert (i.e. Metamerie). Ergänzend muss nun versucht werden, die Farbwahrnehmung des Menschen zusätzlich zu berücksichtigen und qualitativ zu bewerten. Diese komplexen Zusammenhänge durch die Einführung einer normierten spektralen Güte einfach beurteilen zu können, ist Thema dieses Projektes.
Zusammenfassend ist das Ziel des Projektes, eine normierte und transparente Kommunikationsebene zu schaffen (i.e. wie „gut“ soll/muss unsere Leuchte sein), um die Beziehung Hersteller-Kunde-Endnutzer zu verbessern und somit die Kundenzufriedenheit und das Wohlbefinden zu steigern und Wettbewerbsvorteile zu sichern.

Ziele
Ziel ist es, Lichtquellen aufgrund ihrer Emissionsspektren unter Berücksichtigung der menschlichen Farbwahrnehmung zu klassifizieren und bewerten (spektrale Güte).

Projektlaufzeit:

März 2010 - Dezember 2011

Ansprechpartner

DIN Deutsches Institut für Normung e. V.
Achim Schaube
Am DIN-Platz
Burggrafenstraße 6
10787 Berlin
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