Deutsches Institut für Normung e. V.

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Zerstörungsfreie Risserkennung

Erarbeitung einer Richtlinie zur zerstörungsfreien Risserkennung mit lokal angeregter Thermografie

Die Detektion von Rissen ist als Teilgebiet der zerstörungsfreien Prüfung von großer wirtschaftlicher Bedeutung. Besonders in sicherheitsrelevanten Bereichen wie im Verkehrswesen, der Luft- und Raumfahrt aber auch z.B. bei verfahrenstechnischen Anlagen sind regelmäßige Prüfungen unerlässlich. Mit der lokal anregten Thermografie steht eine innovative Methode zur Verfügung, mit der sich erhebliche Kosten einsparen und die Sicherheit durch eine Ausweitung der Prüfung erhöhen ließe. Das Verfahren ist direkt bildgebend und vollständig berührungs- und zerstörungsfrei. Aufgrund fehlender Normung ist jedoch für jedes Einsatzgebiet eine aufwändige Qualifizierung und Validierung vor Ort erforderlich. Ziel dieses Projektes ist daher die Erarbeitung einer Richtlinie zur Durchführung der thermografischen Rissprüfung, die als Vorlage für eine spätere Norm verwendet werden kann. Diese Rissprüfung basiert auf einer lokalen thermischen Anregung mit einem scannenden Lasersystem, einem Infrarot-Kamerasystem zur Erfassung der Oberflächentemperatur sowie entsprechender Software zur Messwerterfassung und Datenauswertung. Dazu sind Weiterentwicklungen bestehender Konzepte für die Messdatenauswertung, die Erstellung von Referenzprüfkörpern sowie ergänzende Untersuchungen zu den Nachweisgrenzen des Verfahrens erforderlich.

Ziele
Ziel dieses Projektes ist die Aufarbeitung bisheriger Forschungsergebnisse auf dem Gebiet der Rissprüfung mit lokal angeregter aktiver Thermografie sowie die Durchführung ergänzender Entwicklungen und Untersuchungen, die für die Erstellung einer anwendungsnahen Richtlinie erforderlich sind. Bei der Weiterentwicklung und Bewertung des Messverfahrens müssen dazu die folgenden Anforderungen erfüllt werden:

• Automatisierte Datenauswertung mit Kompression der Messfilme in einem einzigen Ergebnisbild, Vergleich unterschiedlicher Auswertungsverfahren
• Validierung des Messverfahrens bzgl. der Ortsauflösung und Nachweisempfindlichkeit an Referenzprüfkörpern
• Überprüfung der Messergebnisse mit Referenzverfahren
• Vergleich unterschiedlicher Kameratechniken
• Erstellung einer allgemeinverständlichen Richtlinie

Darüber hinaus ist das allgemeine Ziel dieses Projektes die Verbreitung der bisher erzielten Forschungs- und Entwicklungsergebnisse auf dem Gebiet der zerstörungsfreien Prüfung mit aktiver Thermografie. Viele Fragestellungen, die zurzeit entweder mit alternativen Prüfverfahren oder mangels geeigneter Verfahren zerstörungsfrei überhaupt nicht untersucht werden können, sind mit der aktiven Thermografie zuverlässig und kostengünstig lösbar. Einziges Hindernis sind fehlende Fachkenntnisse des verantwortlichen Prüfpersonals sowie fehlende Standards und Normen.

Projektlaufzeit
Februar 2012 - Dezember 2012

Ansprechpartner

DIN e.V.
Herr  Martin Sengebusch
Am DIN-Platz
Burggrafenstraße 6
10787 Berlin
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